Die Kupplung
...nur eine richtige Einstellung hilft
Die Kupplung neigt leider immer wieder dazu, dass sie "ruckelt" oder dass man im Stand den
Leerlauf schwer oder gar nicht finden kann. Das liegt unter anderem daran, weil dem Kupplungskorb die seitliche Führung fehlt.
Verschiedene Faktoren können das unterstützen.
Ein schlechtes Kupplungsverhalten kann auch durch zusammengeklebte Kupplungsscheiben
(z. B. durch zuviel oder falsches Öl im Primärkasten) hervorgerufen werden. Vielleicht sind aber auch
(einzelne) Teile der Kupplung defekt. Deshalb sollte man die Kupplung auch ab und zu auseinander bauen, sie reinigen und
nach Überprüfung wieder zusammenbauen
Tipp:
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Ich entferne die Einstellmutter der Einstellschraube und drehe diese danach soweit heraus,
dass ich mit einer Unterlegscheibe (Durchmesser ca. 45 mm) unter die Mutter legen kann. Dadurch
kann ich jetzt die Druckplatte etwas zusammendrücken. Die Muttern der Einstellbolzen kann man nun
entfernen und die Einheit komplett mit den Federn entfernen. Es hat den Vorteil, dass man beim Zusammenbauen,
keine Kraft aufwenden oder sich mit den Federn abärgern muss.
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Achtung:
Das Getriebe wird mit
fünf Schrauben befestigt.
Vier davon verbinden das Getriebe mit der Grundplatte,
während
eine direkt am Rahmen das Getriebe hält. Fehlt
diese Schraube kann es zu einem "unharmonischen" Schaltverhalten kommen.
Diverse Ersatzteile wurden entwickelt, mit denen
"Abhilfe" geschaffen werden soll. Folgende Erfahrungen habe ich gemacht:
Die Kupplungsscheiben und die Kupplungsbeläge sollten Plan und sauber sein.
Das gilt besonders für die Stahlscheiben.
Es gibt Kupplungsnaben, an denen man die Kupplungsfederspannung mit 3, 5 oder 10 Bolzen
vorspannen kann. Welche jetzt die Beste ist vermag ich nicht zu beurteilen. Ich selbst fahre mit
drei Bolzen und komme mit der Einstellung ganz gut klar.
Über den Vorteil der "5-Bolzen-Kupplungsnabe" möchte ich noch folgende Anmerkung eines Lesers
einfügen:
"Manchmal kann es auch sein, dass die 3 Schrauben der Scheibe, welche die Federn vorspannt nicht gleichmäßig
angezogen werden oder die Scheibe verbogen ist. Auch dass führt zu einem ungleichmäßigem Druck,
bzw. schlechtem Trennen. Bei einer 3-Bolzen-Kupplung kommt noch dazu, dass der Abstand der Bolzen
ungleichmäßig ist (Langer Bolzen, zwei Kurze, langer Bolzen, zwei kurze, langer Bolzen, drei kurze),
für mich ein glatter Konstruktionsfehler, der m. E. nur durch eine 5-Bolzen-Kupplung behoben werden kann,
weil durch die ungleichmäßige Verteilung der langen Bolzen die Andruckplatte immer ein wenig schief
trennt.
An dieser Stelle noch die Anmerkung dazu, dass eine 10-Bolzen-Kupplung keine Verbesserung
einer 5-Bolzen-Kupplung darstellt, da die Führung der Andruckplatte nicht verbessert wird."
Die Verwendung eines sogenannten Clutch Retainers kann ich nur empfehlen. Christian (Truegrit) hat sich
mal die Mühe gemacht, eine Einbauanleitung zu erstellen. Diese bezieht sich auf eine Kupplungsnabe,
mit 5 Einstellbolzen.
Einbauanleitung für Clutch Retainer
Es gibt da noch eine Einstellschraube, die eine "Kugel" besitzt. Das Einzige was diese Kugel kann,
ist einen "bleibenden Eindruck" an der Druckstange zu hinterlassen. Die Auflagefläche (und somit die Kraftübertragung) ist meiner Schätzung
nach 80% kleiner und somit schlechter. Also, raus damit und eine ohne Kugelkopf einbauen.
Wenn ein "Big Fix Lager" verbaut wurde, wird die seitliche Führung (die sowieso kaum vorhanden ist)
erst recht entzogen. Den originalen Lagerkäfig würde ich (wohlgemerkt nur im Kettenbetrieb)
immer verwenden. Bis 1,5 Zoll Belt würde ich den Lagerkäfig zumindest in Erwägung ziehen
(keine Erfahrungswerte), vielleicht probehalber.
Wenn es möglich ist, würde ich immer ein "Old Style Lager" verbauen. Es scheint zwar in
der Anschaffung teuer, doch zahlt sich immer aus. Auf das kleine, süße Originale (heißt laut W&W "Heavy Duty")
würde ich verzichten, da es den Belastungen nur schwer gerecht werden kann.
Leider können meines Wissen die Old Style Lager nicht in jeden Kickerdeckel verbaut werden. Das ist leider nur bei ältere
Deckeln/Modellen möglich, wie in desem Bild
auf der
LINKEN Seite dargestellt.
Diesen Beitrag habe ich aus einem Forum übernommen. Vielen Dank an Ulli. G.:
Als Primäröl bloß kein normales Motoröl verwenden!!!
Normale Motoröle enthalten Friction Modofier (Reibwertverbesserer),
die lassen die Kupplung dann ganz munter rutschen. Das ist beim Original H-D (oder aus dem Zubehör)
Primäröl(en) nicht der Fall; aber auch nicht bei den Motorölen für Motorräder mit Ölbadkupplung
Geeignet sind z. B.:
- Shell Advance/Ultra, Castrol).
- Aral Super Tronic 10W40
- Super Elastic 10W40
- Super Energy 5W60/10W50
- Castrol RS 10W60, 15W50